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| Jägerstiftung ruft zum Mitmachen auf! |
| 2010-06-19 |
Natur+Mensch: Jägerstiftung ruft Jäger zum
Mitmachen auf.
Logo: www.jaegerstiftung.de
Die Jägerstiftung natur+mensch warnt: Jäger müssen sich zu
Wort melden, sonst droht der Jagd eine staatliche Überreglementierung.
Diese nütze nur der Holzwirtschaft, nicht aber der Natur. 'Ich lass´ das
Reh im Wald' lautet das Kampagnenmotto der Stiftung. Jäger sind
aufgerufen, sich zu beteiligen und Stellung in der Öffentlichkeit zu
beziehen. Jägersein verpflichtet, klar aber wozu? Das Bundesjagdgesetz
sagt: zur Hege. Ist es demnächst erste Jägerpflicht, als Dienstleister
einer ertragsoptimierten Waldwirtschaft Wildtiere als 'Schädlinge' zu
bekämpfen und möglichst kurz zu halten? Dies entspräche dem Willen der
Allianz zwischen dem Bundesamt für Naturschutz (BfN), dem Deutschen
Forstwirtschaftsrat (DFWR) und der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße
Waldwirtschaft (ANW) ihre Formel: 'Wald vor Wild'. In der
Zusammenfassung der von ihnen in Auftrag gegebenen Studie 'Der
Wald-Wild-Konflikt' fordern die Organisationen die 'hohe politische
Ebene' zum Handeln auf: Der Gesetzgeber soll die Jagd vom
Waldschadensaspekt her reglementieren. Das Rehwild vor allem soll
drastisch reduziert werden. Darum soll es zum Beispiel einen
Mindestabschussplan geben, verbunden mit Sanktionen bei Verstößen.
Mit ihrer Kampagne hält die Jägerstiftung natur+mensch dagegen. Es
sei zu einfach, das Reh zum Sündenbock zu stempeln, meint ihr
Vorsitzender Jochen Borchert. Positive Wirkungen der Wildtiere zum
Beispiel für die biologische Vielfalt und für die jagdliche
Wertschöpfung müssten in die Diskussion einbezogen werden. Entscheidend
sei, dass sich Jagd, Waldbau und Naturschutz vor Ort im gemeinsamen
Willen zusammenfinden, für alle Seiten Gewinn bringende Lösungen zu
erarbeiten. In Schieflage gerät die Argumentation vollends, wenn die
Erhaltung der biologischen Vielfalt als Begründung für die geforderten
Gesetzesänderungen angeführt wird.
Das Bundesamt für Naturschutz selbst stellte kürzlich in seiner
Schriftenreihe 'Natur und Landschaft' klar: 'In den Wäldern ist nach wie
vor die forstliche (Intensiv-)Nutzung der mit Abstand bedeutendste
Gefährdungsfaktor' (Heft 5, S. 1849). Weitere Informationen:
www.jaegerstiftung.de. DJV
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